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(2003) Phänomenologie und soziale Wirklichkeit, Opladen, Leske + Budrich.

Der Fremde und der Heimkehrer

Fremdheitsfiguren bei Alfred Schütz

Bernhard Waldenfels

pp. 175-188

Die zwei Studien The Stranger und The Homecomer, die Alfred Schütz am Ausgang des Zweiten Weltkriegs verfaßt hat, spiegeln das kollektive Schicksal von Emigranten und Kriegsveteranen wider, und sie atmen einen diskreten „Hauch von Selbstreflexion“.1 Man kann sie lesen als Versuche einer angewandten Sozialtheorie, hinter denen die frühen Grundlegungsversuche in Umrissen sichtbar werden. Man kann sie aber auch als Probefälle nehmen, aus denen neue Fragen entspringen, die den anfänglichen Grundriß nicht nur ergänzen, sondern auch modifizieren. Figuren wie der Fremde oder der Heimkehrer und im Hintergrund das tragikomische Paar Don Quijote und Sancho Pansa haben es an sich, daß sie sich den Direktiven des Autors in stärkerem Maße entwinden als Begriffsformen, die man leichter methodisch zurechtstutzen kann. Solche Figuren sind auf natürliche Weise in erzählbare Geschichten und beschreibbare Szenerien verwickelt, und sie neigen zu Eigenbewegungen, die den Leser überraschen.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-663-11037-8_9

How to cite: Waldenfels Bernhard (2003) "Der Fremde und der Heimkehrer: Fremdheitsfiguren bei Alfred Schütz", in: Srubar Ilja, Vaitkus Steven (ed), Phänomenologie und soziale Wirklichkeit: Entwicklungen und Arbeitsweisen, Opladen, Leske + Budrich, pp.175-188.

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