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196075

(2018) Handbuch Karl Popper, Dordrecht, Springer.

Das Abgrenzungskriterium

Hans Juergen Wendel

pp. 1-21

Karl Popper versucht, das Problem zu lösen, wie erfahrungswissenschaftliche Aussagenzusammenhänge durch ein ihnen eigenes charakteristisches Merkmal von anderen Aussagenzusammenhängen, die dieses Merkmal nicht aufweisen, abgegrenzt werden können, ohne dass dabei für die Erfahrungswissenschaft wesentliche Teile mit ausgegrenzt werden. Als ein hierfür geeignetes Kriterium sieht er die Eigenschaft der empirischen Widerlegbarkeit, der Falsifizierbarkeit wissenschaftlicher Aussagen an. Sie könne als Kriterium dienen, diese von metaphysischen und pseudowissenschaftlichen Aussagen zu unterscheiden, ohne sie zugleich für sinnlos zu erklären. Genauer besehen weist das Abgrenzungskriterium jedoch eine komplexere, zweidimensionale Struktur auf, die als Reformulierung und zugleich als Reform der Kantischen Unterscheidung zwischen dem Erkenntniswert von Aussagen und deren Geltungsgrundlage angesehen werden kann und es aufgrund dieser Zweidimensionalität ermöglicht, auch die Eigenart metaphysischer und pseudowissenschaftlicher Behauptungen verständlich zu machen.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-658-16242-9_16-1

Full citation [Harvard style]:

Wendel, H. (2018)., Das Abgrenzungskriterium, in G. Franco (Hrsg.), Handbuch Karl Popper, Dordrecht, Springer, pp. 1-21.

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