Repository | Book | Chapter

Feministische und queere Psychologien

Anna Sieben

pp. 1-16

Feministische und queere Psychologien sind schwerpunktmäßig im Kontext der zweiten Frauenbewegung und der politischen Bewegungen von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender entstanden. Als wissenschaftliche Subdisziplin konnten sich feministische und queere Psychologien im angloamerikanischen Raum etablieren. Im Rahmen der deutschsprachigen Psychologie hingegen fand bislang keine Institutionalisierung statt, wobei in den letzten Jahren ein verstärktes Interesse an diesen Ansätzen zu beobachten ist. Eine Ausnahme bilden Ansätze feministischer Psychotherapie, diese sind verhältnismäßig weit verbreitet. Feministische und queere Psychologien sind so heterogen wie der Feminismus selbst. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der wissenschaftstheoretischen Grundlagen, Themen und verwendeten Forschungsmethoden. Tendenziell werden häufiger qualitative als quantitative Methoden eingesetzt; manche Forschungsprogramme orientieren sich aber auch primär an den Methoden der quantitativ-experimentellen Psychologie. Hier werden vier verschiedene Felder vorgestellt: 1. die "Psychologie der Frau", 2. die feministische Erforschung von Geschlechtergemeinsamkeiten und -unterschieden, 3. sozialkonstruktionistische, diskursanalytische und dekonstruktivistische Ansätze und 4. queere Psychologien.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-658-18387-5_9-1

Full citation [Harvard style]:

Sieben, A. (2018)., Feministische und queere Psychologien, in G. Mey & K. Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie, Dordrecht, Springer, pp. 1-16.

This document is unfortunately not available for download at the moment.