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197986

(2018) Handbuch Pragmatik, Stuttgart, Metzler.

Rituelle Kommunikation

Gunter Senft

pp. 423-430

Die Sprachwissenschaft hat den Begriff und das Konzept ›Rituelle Kommunikation‹ von der vergleichenden Verhaltensforschung übernommen. Humanethologen unterscheiden eine Reihe von sogenannten ›Ausdrucksbewegungen‹, die in der Mimik, der Gestik, der Personaldistanz (Proxemik) und der Körperhaltung (Kinesik) zum Ausdruck kommen. Viele dieser Ausdrucksbewegungen haben sich zu spezifischen Signalen entwickelt. Ethologen definieren Ritualisierung als Veränderung von Verhaltensweisen im Dienst der Signalbildung. Die zu Signalen ritualisierten Verhaltensweisen sind Rituale. Im Prinzip kann jede Verhaltensweise zu einem Signal werden, entweder im Laufe der Evolution oder durch Konventionen, die in einer bestimmten Gemeinschaft gültig sind, die solche Signale kulturell entwickelt hat und die von ihren Mitgliedern tradiert und gelernt werden.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-476-04624-6_41

Full citation [Harvard style]:

Senft, G. (2018)., Rituelle Kommunikation, in F. Liedtke & A. Tuchen (Hrsg.), Handbuch Pragmatik, Stuttgart, Metzler, pp. 423-430.

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