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199295

(2011) Soziale Differenzierung, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Zepter und Kerbholz, Macht und Geld

Der Vertrag zu Gunsten Dritter und die Institutionalisierung symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien

Kay Junge

pp. 211-240

Die folgenden Überlegungen verstehen sich als Beitrag zu einer kommunikationstheoretisch akzentuierten Institutionentheorie, genauer hin als Beitrag zum Problem funktionsspezifischer Ausdifferenzierungsprozesse soweit diese von einem Medium getragen werden, das die Annahme einer Kommunikation deutlich attraktiver und damit kommunikativen Erfolg wahrscheinlicher macht. Die Medien Macht und Geld werden dabei im Zentrum stehen und wir werden uns vor allem deren noch vor dem Aufbruch der modernen Welt liegenden Geschichte als Inspirationsquelle und zu Illustrationszwecken bedienen. Der etwas vage Begriff der Institution ist vielleicht nicht sehr glücklich gewählt. Noch vor einem halben Jahrhundert mit zuweilen pathetischer Geste beschworen, wenig später aber bereits mit Hilfe der Formel von der Institutionalisierung dynamisiert, schließlich als zu status quo bedacht und konservativ verfemt und dann im Schatten der bald vordringenden poststrukturalistischen Kultursoziologie endlich so gut wie vergessen, hat er heute wohl weniger als theoretischer Terminus, denn als unverbindlicher, aber für Verbundantragszwecke bestens geeigneter Lückenbüßer wieder ein modisches Appeal gewonnen.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-531-93143-2_10

Full citation [Harvard style]:

Junge, K. (2011)., Zepter und Kerbholz, Macht und Geld: Der Vertrag zu Gunsten Dritter und die Institutionalisierung symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien, in T. Schwinn, C. Kroneberg & J. Greve (Hrsg.), Soziale Differenzierung, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, pp. 211-240.

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