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(2015) Mythenweber, Dordrecht, Springer.
Die Mythologie, das Mythengewebe, in dem wir von Eros angestiftet unsere Erzählungen über die Welt weben, ist eine Ausstattung, die wir in jeder Semiosphäre vorfinden. Die Arten dieses Gewebes ähneln sich über weite Strecken, und wir schreiben diese Ähnlichkeit den Archetypen zu, die aus dem kollektiven Unbewussten in unsere Lebenswelt hereinwirken. Die Mythen durchdringen unseren Alltag von den banalsten Verrichtungen bis hin zu gesellschaftlichen Institutionen wie dem Wirtschafts- und Rechtssystem und zu den Ideologien. Die Funktion der Mythen erschöpft sich also nicht in ihrer ätiologischen und moralischen Kraft. Die Mythen machen Sinn erst möglich, da sie die Matrix jeder Ordnung der Welt bilden. Damit sagt Lévi-Strauss, dass alles Denken und Fühlen im Mythos begründet liegt. Es gibt daher auch keinen grundlegenden Unterschied zwischen Logik und Mythos.
Publication details
DOI: 10.1007/978-3-658-09813-1_8
Full citation:
Kuehs, W. (2015). Mythenkategorien, in Mythenweber, Dordrecht, Springer, pp. 87-92.
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