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(2012) Transnationale Vergesellschaftungen, Dordrecht, Springer.
Das Selbstbild in der Bilderwelt
Zur Soziologie transnationaler Bild- und Bewährungsordnungen
Michael R. Müller
pp. 323-337
Artifiziell und anschaulich zugleich, sind Bilder und ihre jeweiligen Medien schnell dem Verdacht ausgesetzt, eine Verzerrung und Verspiegelung von Wirklichkeit zu sein: eine Zeichenwelt, die ihr Signifikat und ihren Maßstab in ‚der" Wirklichkeit ‚diesseits' der Bilder zu verlieren droht oder bereits verloren hat. Moderne Mode- und Lifestyle-Medien von der Mode- und Werbefotografie über einschlägige Zeitschriften und Blogs bis hin zu so genannten Image-Ratgebern und Castingshows, aber auch die vielfältigen Bildproduktionen des web 2.0 (Styleclicker, Flickr, Livejournal etc.) nähren den Verdacht noch zusätzlich: Die kategoriale Differenz zwischen oftmals überaus aufwendig angefertigten und ausgearbeiteten Bildästhetiken des Körpers einerseits und der Gegebenheit eines ästhetisch in Frage gestellten leibhaftigen Körpers andererseits scheint – so etwa Dietmar Kampers (1999) quasi-religiöse corpus absconditum-Metapher – einem bildmedialen Verlust des Körpers als fraglosem Wirklichkeitsgaranten gleichzukommen.
Publication details
DOI: 10.1007/978-3-531-18971-0_36
Full citation:
Müller, M.R. (2012)., Das Selbstbild in der Bilderwelt: Zur Soziologie transnationaler Bild- und Bewährungsordnungen, in , Transnationale Vergesellschaftungen, Dordrecht, Springer, pp. 323-337.