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193549

(2009) Interaktion und Organisationsberatung, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Professionen

Zur Entparadoxierung des Lebensweltparadoxes

Olaf Kranz

pp. 215-240

Im fünften Kapitel hatten wir uns anhand der Unterscheidung von Akteurs- und Funktionsbezug unter anderem verdeutlicht, dass die Resonanz von Ergebnissen funktionaler Analyse im gesellschaftlichen Alltag alles andere als selbstverständlich ist. Vielmehr ist sie sehr unwahrscheinlich und bedarf zu ihrer Normalisierung entsprechender Vorkehrungen, zu denen an Professionen geknüpfte Interaktionsformate gezählt werden können, in die Komplementärrollengefüge eingelassen sind. Professionen sind Einrichtungen, mit deren Hilfe im lebensweltlichen Alltag funktionale Analyse und Kompetenz auf Gehör treffen können, obwohl mindestens einer der Teilnehmer an professionellen Interaktionen über keinerlei Voraussetzungen verfügt, an funktionaler Kommunikation unvermittelt partizipieren zu können. Wie genau Professionen das Lebensweltparadox entparadoxieren und mit Hilfe von Interaktionsformaten die Chance vergrößern, bedarfsweise dysfunktional gewordene Einfachheit mit Expertise zu vermitteln, soll Gegenstand des folgenden Kapitels sein. Dafür erweist es sich als notwendig, die neuartige Funktionsbestimmung von Professionen mit bereits vorliegenden Ergebnissen der Professionssoziologie abzugleichen. Am gegenwärtigen Diskussionsstand der Professionssoziologie können drei Merkwürdigkeiten auffallen.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-531-91624-8_7

Full citation:

Kranz, O. (2009). Professionen: Zur Entparadoxierung des Lebensweltparadoxes, in Interaktion und Organisationsberatung, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, pp. 215-240.

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