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(2014) Grenzen der Bildinterpretation, Dordrecht, Springer.
Die Interpretation von Porträts steht vor spezifischen Herausforderungen, insbesondere wenn sie – wie in meinem Vorhaben – durch eine Segmentanalyse (Breckner 2010, 2012) angeleitet sein will. Die Segmentanalyse basiert auf der Annahme, dass Bilder aus Gestaltbildungsprozessen hervorgehen, in denen verschiedene Bedeutungselemente – ich nenne sie Segmente – in spezifischer Weise eine visuelle Ausdrucks- und Sinngestalt bilden und umgekehrt, verschiedene Bildsegmente erst in Bezug auf eine Gesamtgestalt als Bedeutungselement identifizierbar sind. Kann dieses Prinzip auch auf die Interpretation eines Gesichtes in einem Fotoporträt übertragen werden ? Bilden auch in einem Gesicht verschiedene Elemente eine Gesamtgestalt und umgekehrt, gewinnen einzelne Gesichtsteile erst aus der Gesamtgestalt ihre spezifische Form und auch Bedeutung ? Und wenn ja, welche Elemente wären dies: Augen, Nase, Ohren, Mund – also physisch bestimmte Einheiten ? Die Kriminalistik operiert mit diesen und anderen Gesichtselementen und ihren spezifischen Zusammenstellungen, um Porträts von Personen zu deren Wiedererkennung zu (re-)konstruieren.
Publication details
DOI: 10.1007/978-3-658-03996-7_7
Full citation:
Breckner, R. (2014)., Offenheit – Kontingenz – Grenze ?: Interpretation einer Porträtfotografie, in M. Müller & H. Soeffner (Hrsg.), Grenzen der Bildinterpretation, Dordrecht, Springer, pp. 123-153.
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